Über uns

Das Doghammer Team und die Story

Das Team

Maximilian Hundhammer

Gründer und Geschäftsführer
(studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU München)

Nach seinem Abitur im Jahr 2012 hat Maximilian seine Leidenschaft für Wolle entdeckt. Mützen, Stirnbändern, Bikinis, Taschen, ob bunt oder einfarbig – es wurde alles ausprobiert. Während seines Wirtschaftsingenieurstudiums in München hat ihn der Gedanke etwas Eignes auf die Beine zu stellen nicht mehr los gelassen. Bis letztendlich die zündende Idee kam individuell gestaltbare Zehentrenner zu entwickeln. Inzwischen baut er zusammen mit Matthias das Unternehmen Doghammer auf.

Matthias Drexlmaier

Gründer und Geschäftsführer
(studierte Management in der Gesundheitswirtschaft an der FH Rosenheim)

Erst einmal die Welt anschauen, das dachte sich Matthias, als er im Jahr 2012 sein Fachabitur absolvierte. Gesagt getan – verbrachte er ein Jahr in Australien. Angetrieben von den Ideen und Eindrücken, die er auf seiner Reise gesammelte hatte, kam er wieder nach Rosenheim. Dort präsentierte Maximilian ihm stolz seine ersten selbst gebauten Zehentrenner. Von der Idee begeistert, tüfteln seither zu zweit an der Umsetzung.

Ilona Hundhammer

Buchhaltung und Kundenbetreuung
(gelernte Bankkauffrau)

Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Bankkauffrau unterstützt Ilona die beiden Jungs in Sachen Buchhaltung und Kundenbetreuung. Neben diese Tätigkeit ist sie auch leidenschaftliche Handarbeiterin. Und wenn die beiden Gründer mal wieder auf dem Schlauch stehen, hilft sie gerne mit ihren Ideen weiter.

Tobias Straßer

Foto und Film
(studiert Innenausbau an der FH Rosenheim)

Tobi studiert in München Maschinenbau. Aber wenn er gerade mal nicht in der Uni ist, filmt und fotografiert er, was ihm vor die Linse kommt. Durch seine Affinität zum Outdoorsport verbringt er jede freie Minute draußen – meist mit seiner Kamera. Er unterstützt das Team mit seinen Idee zu Fotos und Videos. Ab und zu vergisst er dann bei den Trainingsvideos den Athleten nach dem 10 einarmigen Klimmzug zu sagen, dass er eigentlich schon alles im Kasten hat.

Doghammer in Bild und Ton

Die Story

 

Gegen alle Klischees

1. September 2012
klischee

Maximilian entdeckt seine Leidenschaft am Stricken und Häkeln. Einen Teil seiner Freizeit verbringt er nach dem Abitur im Wollladen Achenmühle. Von Mützen über Taschen bis Bikinis wird alles ausprobiert.

Vom Kopf zum Fuß

2. April 2013
kopf

Die ersten gehäkelten Zehentrenner entstehen. Als Sohle dient eine Isoliermatte aus dem Baumarkt.

Matthias tritt Doghammer bei

5. November 2013
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Nach seinem Work and Travel Aufenthalt tritt Matthias Doghammer bei. Durch seine Eindrücke aus dem Ausland geprägt, bringt er neuen Wind.

bunte Bäume

8. April 2014
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„Rosenheim häkelt“ mit dieser Aktion und Untersützung von 8 Strick- und Häkelgruppen, kleiden wir die Bäume im Rosenheim Stadtgarten in bunte Wollschals.

Outdoor wir kommen

10. November 2014

Wir setzen die Idee des outdoor-tauglichen Zehentrenners in die Tat um. Mit Hilfe von Kletteren passen wir den Schuh an ihre Anforderungen an.

Doghammer wird gegründet

26. März 2015

Das Unternehmen Doghammer UG wird in das Handelsregister eingetragen.

Die Pressemitteilungen

Zehentrenner für den Bergsport

OVB Rosenheim am 22.03.2016

Um ein Unternehmen zu gründen braucht es eine zündende Idee. Für Maximilian Hundhammer und Matthias Drexlmaier ist dies ganz einfach: ein Outdoor-Zehentrenner – auch Flip-Flops genannt – der stabil ist und in der Region produziert wird. Zwei Jahre Entwicklung haben die beiden bereits während ihres Studiums in ihr Produkt gesteckt.

Rosenheim – Dunkelgrün ist der Kunstrasen, mit dem die Sohle des Flip-Flop-Einsteigermodells belegt ist. Bei einem anderen Modell mit grobem Profil ist der Kunstrasen durch braune Jutematte ersetzt. „Im ersten Moment fühlt es sich kratzig an. Aber die Materialien sorgen dafür, dass der Fuß nicht rutscht. Und es hat etwas von Barfußlaufen“, sagt Maximilian Hundhammer (22). Zusammen mit Matthias Drexlmaier (21) hat er vor rund zwei Jahren das Unternehmen „Doghammer“ gegründet. Die beiden kannten sich aus dem Bergsport – und sind Flip-Flop-Fans. „Viele laufen in Zehentrennern herum, bis sie in ihre Bergschuhe steigen. Die Modelle gehen jedoch schnell kaputt und können rutschig sein“, fassen die beiden ihre Erfahrung zusammen. Daher kam auch die Idee, Flip-Flops speziell für die Outdoor-Anforderungen zu entwickeln. „Unsere Zielgruppe sind Bergsportler, die vor und nach dem Sport einen qualitativ hochwertigen Flip-Flop anziehen wollen“, erklärt Hundhammer.

Mit gehäkelten Sohlen fing alles an

Als „learning by doing“ bezeichnen die beiden Unternehmer einen Großteil ihrer Entwicklungsarbeit. Vom ersten Modell – mit gehäkelter Sohle, verstärkt durch Kautschuk, gehäkeltem Riemen und gehäkeltem Steg – bis zur heutigen Ausführung, bei der nur noch der Steg aus Wolle übrig geblieben ist, war es ein langer Weg. „Ich habe nach dem Abi in einem Wollladen gearbeitet und in dem Zusammenhang alles von Mützen über Stirnbänder bis zu Bikinis gestrickt und gehäkelt. Das war jedoch die Zeit, als dieser Markt gesättigt war“, erzählt Hundhammer, der daraufhin nach einer neuen Idee suchte. Daher kam sein ursprünglicher Ansatz für den Flip-Flop aus den Erfahrungen dieser Zeit. „Die Sohlen waren aber viel zu instabil. Und auch die Füße haben tierisch geschwitzt.“

Vom Aufbau eines Schuhs hatte der Rosenheimer zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, gibt er selbst zu. Mit seinem Modell ist er zu einem Familienmitglied in Hannover gefahren, das orthopädische Schuhe herstellen kann. „Der hat gelacht“, sagt der 22-Jährige und schmunzelt. Entmutigen lassen hat er sich aber nicht. Mit dem Know-how über Sohlen, Dämmung und die richtige Stelle, an der der Riemen angebracht werden muss, hat er sich wieder auf den Rückweg nach Rosenheim gemacht – und weitergetüftelt. Mit unterschiedlichen, natürlichen Materialien für das Fußbett und unterschiedlichen Riemen. „So haben wir auch herausgefunden, dass der Steg ohne Verstärkung der Langzeitbelastung nicht standhält.“ Schließlich sollen die Outdoor-Treter auch Regen und Schlamm aushalten.

Dass sie ihre Flip-Flops in hoher Stückzahl nicht selbst produzieren können, war den beiden Jungunternehmern indes schnell klar. Daher haben sie sich mit den Caritas Wendelstein-Werkstätten in Rosenheim einen Partner mit ins Boot geholt, der die Produktion übernimmt. „In der Region herstellen zu lassen, ist uns wichtig. Hier wissen wir genau, was wie verarbeitet wird“, sagt Matthias Drexl maier. Und während sie ihre ersten Modelle noch per Hand in die richtige Form geschliffen haben, werden sie heute ausgestanzt. Dabei sind zwei Schuhgrößen zusammengefasst. „In der Entwicklungszeit haben wir festgestellt, dass zwischen Größe 42 und 43 in der Länge nur rund fünf Millimeter liegen. Wir unterscheiden dafür im Ballenmaß zwischen schmal und breit, das ist für den Halt wichtig“, erklärt Hundhammer. Auch für Schuhgröße 50 haben die beiden Jungunternehmer ein Stanzeisen. Diese für die unterschiedlichen Schuhgrößen anzuschaffen, ist der bislang größte Entwicklungsschritt des Unternehmens.

Ihr eigener Chef zu sein, gefällt den beiden Rosenheimern. Unter anderem auf verschiedenen Messen werden sie ihre Flip-Flops vorstellen. 100 Stück haben sie in ihrem ersten Jahr verkauft, im vergangenen Jahr waren es mit 240 mehr als doppelt so viele. „Und das nicht an Freunde und Bekannte“, betont Drexlmaier. In diesem Jahr sollen es 1000 werden. Vor zwei Wochen hat Hundhammer seine Bachelor-Arbeit abgegeben und sein Studium abgeschlossen, sodass er jetzt seine ganze Aufmerksamkeit dem Unternehmen widmen kann. Matthias Drexlmaier studiert noch Gesundheitswirtschaft in Rosenheim. In fünf Jahren wollen die beiden Jungunternehmer ihre Idee so weit vorangebracht haben, dass sie davon leben können. Maximilian Hundhammer: „Wenn wir unsere Ideen nicht jetzt verwirklichen, wann dann?“ Und die Weiterentwicklung läuft bereits.

Artikel vom OVB Rosenheim – hier geht’s zum Artikel

Zehes Leder

Impulse Zeitschrift im August 2015

Klettern in Flipflops? Warum nicht. Zwei Wirtschaftsstudenten über ihre ungewöhnliche Idee für Outdoorsportler – und warum ein Teil des Schuhs gehäkelt ist.

impulse: Herr Hundhammer, Sie häkeln Flipflops für Outdoorsportler. Wie sind Sie darauf gekommen?

Maximilian Hundhammer: Nach dem Abitur habe ich in einem Wollladen gejobbt und dort Häkeln gelernt. Ich probierte alles aus: Mützen, Bikinis – und Riemen für Flipflops. Mein Kumpel kam auf die Idee, die Häkel-Flipflops mit einer dämpfenden Sohle outdoortauglich zu machen. Er geht gern klettern und weiß: Auf der Strecke zum Felsen tragen Kletterer oft Flipflops, weil die Kletterschuhe so eng sind. Also machen wir Flipflops, die auf Geröll Halt bieten, und verkaufen sie online und in Kletterhallen. Gehäkelt wird aber nur noch das Stück zwischen den Zehen.

Wie wollen Sie auf dem Markt bestehen?

Durch unsere Nische und die klare Zielgruppe. Für Sportler gibt es kaum spezielle Flipflops. Die normalen Modelle gehen schnell kaputt, enthalten Weichmacher und sind rutschig. Wir experimentieren deshalb mit Materialien wie Kunstrasen für die Innensohle. Und wir haben uns für eine regionale, soziale Produktion entschieden: Die Flipflops lassen wir von Menschen mit Behinderung in einer Caritas-Werkstatt nähen.

Sie sind mit 22 Jahren ein ziemlich junger Unternehmer …

Ich glaube, zum Gründen ist es nie zu früh. Der Zuspruch von außen ist Wahnsinn. Andere Gründer und erfahrene Unternehmer haben uns gleich in ihr Netzwerk aufgenommen und Tipps gegeben. Zum Glück! Anfangs wussten wir etwa nicht, dass der Begriff Flipflop geschützt ist und warben überall damit. Als uns jemand darauf hinwies, haben wir einen Riesenschreck bekommen – und die Schuhe schnell Zehentrenner genannt.

Was macht Ihnen noch Angst?

Wenn wir wachsen wollen, brauchen wir einen Investor. Aber wir fürchten, dadurch zu viele Firmenanteile abgeben zu müssen. Falls die Zahlen mal nicht stimmen, könnten wir dann sofort ausgetauscht werden – das wäre furchtbar! Mit 5000 Euro haben wir all unser Erspartes in die Gründung gesteckt, als Studenten haben wir auch keine andere Einnahmequelle. Wie wir trotzdem wachsen können, darüber denken wir gerade nach.

Was macht Sie glücklich?

Wenn mir am Berg jemand in unseren Flipflops entgegenkommt. Das ist einfach cool.

Ihre Mutter hat auch einen Job bei Ihnen.

Sie führt die Bücher. Wir hatten in der Uni zwar schon Buchhaltungskurse, aber wie man wirklich etwas bucht – das wurde nicht erklärt. Meine Mama hat da Erfahrung, sie war früher bei der Bank und hilft uns gern.

Artikel vom Impulse Magazin – zum Artikel vom Impulse Magazin

Rosenheims coolste Masche

Rosenheim 24 am 1. April 2014

Rosenheim – Endlich ohne nervige Winteraccessoires das Haus verlassen. Darüber freuen sich viele, umso größer ist ihre Verblüffung über die Bäume im Salingarten.

Raus aus dem Schrank – rein in die Stadt

Wohl jeder hat sich in den letzten Monaten an den Anblick von dicken Wollschals, gefütterten Mänteln und gestrickten Mützen gewohnt. Getragen von Menschen. Gehäkelte Schals an Bäumen? Die kann man seit 26. März in Rosenheims Stadtmitte bewundern.

Grund dafür ist die Aktion „Rosenheim häkelt“, die von Maximilian Hundhammer und Matthias Drexlmaier ins Leben gerufen wurde. Die beiden Initiatoren und gleichzeitig Gründer des Labels „Doghammer“ werden unterstützt von mehreren Gruppen, die in Teams an den Wollschalls arbeiten.  Alles unter dem Motto, Rosenheim bunter zu gestalten.

Die in Häkel- und Strickarbeiten eingepackten Bäume sollen das Stadtbild verschönern, die Grünanlage aufwerten. Und an den Bäumen machen sich die Schals doch auch irgendwie besser, als in Kisten verstaut und wartend auf den nächsten Kälteeinbruch.

Ideenlieferant Großstadt

Auf die Idee kamen die beiden Unternehmer durch Guerilla Knitting in anderen Städten, wie Berlin und München. Dort erhielten Laternen eigene Mützen, Außenspiegel parkender Autos wurden verschönert und wollige Lenkradschützer hielten die Hände der Fahrradfahrer warm.

Im Team macht´s einfach Spaß

Die Aktion scheint ein voller Erfolg zu werden, bislang gab es nur positives Feedback. „Das ist eine sehr gute Aktion, die ein schöneres Stadtbild vermittelt“ schwärmt eine Passantin, die ihre Mittagspause in der Sonne genießt. Die positive Resonanz liegt nicht zuletzt an dem begeisterten Einsatz der einzelnen Gruppen, ihren ganz persönlichen „Baumwärmer“ gemeinsam fertig zu stellen.

Artikel von Rosenheim24 – zum Artikel auf Rosenheim24

Bäume im Salingarten im Wollkleid

OVB Rosenheim am 31.März 2014

Maximilian Hundhammer strickt mit Leidenschaft. Nachdem er das Stricken bei Oma und Mama erlernte, arbeitete er nach seinem Abitur am Finsterwalder-Gymnasoum vor drei Jahren in einem Wollladen.
Der 20-jährige Rosenheimer hat inzwischen sein Hobby zum Beruf gemacht und sein Unternehmen „Doghammer“ gegründet und verkauft selbstgestrickte und -gehäkelte Mützen und Stirnbänder.
Zusätzlich bereut er Häkelgruppen und sorgt mit deren Hilfe, wie hier im Salinpark, für Farbe im Alltag.
Auf seine Anfrage hat die Stadt diser Verschönerungsmaßnahme zugestimmt und hat so dieses althergebrachte Handwerk hier in die Öffentlichkeit gebracht.

Unsere Mitbürger staunten nicht schlecht…

Blickpunkt Rosenheim am 29.März 2014

Text folgt in kürze.

Die Juns von Doghammer im Interview

Radio Leporello am 26.März 2014

Radiobeitrag unter Radio Leporello Rosenheim zu finden.

Der Faden läuft und läuft und läuft

Blickpunkt Rosenheim am 22. März 2014

Mit Begeisterung haben die Rosenheimer Bürger am Mittwoch und Donnerstag diese Woche beobachtet, wie der Salingarten so langsam Farbe annimmt. Die Jungs von „Rosenheim häkelt“ haben die Wollstücke der einzelnen Gruppen aufhängt. Macht euch selbst ein Bild und schlendert durch den Salingarten. Das Ganze ist voraussichtlich noch bis zum 13.04.14 zu betrachten.

Maximilian im Interview

Blickpunkt Rosenheim am 15. März 2014

10 km trennen Rosenheim von Bad Aibling, der Weltrekord der Männer auf 10 km Laufen liegt bei ungefähr 26 Minuten und gut 10 km Wolle, ca. 180 Knäul, haben die fleißigen Häkel- und Strickgruppen für das Projekt „Rosenheim häkelt“ bis jetzt verstrickt und verhäkelt! Und das Beste, der Faden läuft weiter!

Letzte Woche haben wir zum ersten Mal von der Aktion „Rosenheim häkelt“ berichtet, zwei junge Studenten wollen zusammen mit ihren Mitbürgern die Bäume im Salingarten für drei Wochen in farbenprächtige Wolle hüllen. Ja, Sie haben richtig gelesen, zwei junge Männer, die stricken und häkeln. Da haben wir natürlich gleichmal nachgefragt.

Maximilian Hundhammer, Gründer des Startups Doghammer und einer der beiden Initiatoren des Projekts „Rosenheim häkelt“, im Interview mit Blick.

  1. Zusammen mit Matthias hast du das Projekt „Rosenheim häkelt“ ins Leben gerufen, wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Wir haben Anfangs gestrickte Mützen und Stirnbänder verkauft und hatten da schon immer unseren Spaß mit Wolle. Da haben wir bei der Stadt mal nachgefragt, wie ist, wenn wir den Salingarten behäkeln und bestricken würden, die haben uns das auch prompt genehmigt. In anderen Städten sind sonst auch alle möglichen Gegenstände umstrickt und umhäkelt, nur in Rosenheim nicht – das werden wir ändern!

  1. Was macht das Projekt so besonders?

Das alle Gruppen gemeinsam, aber auch jedes Gruppenmitglied einzelnen einen ganz individuellen Teil, zu diesem Projekt beitragen kann. Jedes Teil ist eine einzigartige Patchworkarbeit. Es ist richtig klasse, welche Gruppen sich zusammengefunden haben und nun gemeinsam die Nadeln schwingen.

  1. Jetzt ist Stricken und Häkeln ja nicht unbedingt Männersache, wie bist du dazu gekommen?

Das ist was dran, die Seniorinnen im Altenheim konnten das erst gar nicht glauben, waren dann aber ganz begeistert, dass Mannsbilder jetzt auch stricken.

Ich habe nach meinem Abitur einen Teil meiner Freizeit im Woll- und Stoffladen Achenmühle verbracht und da bin ich gar nicht drum rum bekommen, stricken und häkeln zu lernen. Faszinierend, was man mit Wolle alles anstellen kann.

  1. Was war bis jetzt deine außergewöhnlichste Wollarbeit?

Puh, schwierige Frage, ich habe schon einiges ausprobiert, aber das Highlight war wohl ein gehäkelter Bikini.

  1. Ganz ehrlich, wer solche verrückten Ideen hat, was haben wir noch von euch zu erwarten?

Neben „Rosenheim häkelt“ arbeite ich mit Matthias derzeit noch an einem anderen Projekt für das wir mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zusammen arbeiten wollen.

  1. Darf man schon erfahren um was es sich da handelt?

Wir arbeiten an einem gehäkelten Flipflop, also Wolle spielt auch mal wieder eine Rolle 😉 Auf unserer Webseite ist ein Bild eines Prototypen zu sehen.

Ran an die Nadeln

Blickpunkt Rosenhei am 8. März 2014

„Ran an die Nadeln“ mit diesem Motto werben zwei junge Studenten für ihr Projekt „Rosenheim häkelt“. Sie wollen mit Hilfe der Rosenheimer Mitbürger die Bäume im Salingarten umstricken und umhäkeln.

Absolut verrückt! Immer öfter wird Wolle nicht mehr nur zu Pullovern, Mützen oder Socken verarbeitet, sondern auch zu Laternen- oder Geländerschmuck. Sogar Bäume werden inzwischen vom Stamm bis zur Krone komplett behäkelt und bestrickt. Da kann man sich schon mal die Frage stellen, ist das nicht eine Zweckentfremdung der Wolle?

Darüber lässt sich wohl streiten, eins ist aber gewiss, witzig schauts aus! Dass haben sich auch zwei junge Studenten aus Rosenheim gedacht. Einer der beiden, hat vor einem Jahr das Startup Unternehmen Doghammer gegründet. Mit der Ambition einzigartige Produkte, durch ausgefallene Kombinationen von Ideen und Materialien, zu kreieren. In diesem Zusammenhang haben sich die beiden auch schon mit Wolle, Nadeln und Co. auseinander gesetzt – durchaus ungewöhnlich für Männer. Dies war mitunter der Grund das Projekt „Rosenheim häkelt“ ins Leben zu rufen. Überall sind behäkelte oder bestrickte Laternen, Bäume, sogar Fahrräder zu sehen. Nur bei uns in Rosenheim nicht. Es ist einfach genial, was Man(n) mit Wolle alles machen kann, antwortet Maximilian, einer der beiden Studenten, auf die Frage, warum sie den Salingarten in Rosenheim behäkeln und bestricken wollen.

Mittlerweile beteiligen sich auch schon acht Strick- und Häkelgruppen aus dem Raum Rosenheim, die sich regelmäßig treffen und gemeinsam stricken und häkeln, was das Zeug hält. Jede Gruppe arbeitet, je nach Gruppengröße, an einem „wollenen Gewand“ für ein oder mehrere Bäume in unserem Stadtpark.

Es ist unglaublich, mit welcher Begeisterung und Leidenschaft die Gruppen an ihren Wollstücken arbeiten, meinen die beiden Studenten, die die Gruppen regelmäßig besuchen und für Wollnachschub sorgen.

Von Seniorinnen, die im Altenheim gemeinsamen die Nadeln „fliegen“ lassen, über Werkstätten für Menschen mit Behinderung, bis hin zu Krankenpflegerinnen und Pflegern, die sich zusammengefunden haben, um bei diesem Projekt mitzuwirken.

Unterstützt wird das Projekt vom Woll- und Stoffladen in Achenmühle, der einen Großteil der Wolle für die einzelnen Gruppen zur Verfügung stellt.

Die ersten Wollarbeiten werden Ende März, am 26.03.14, aufgehängt und lassen unseren Stadtpark anschließend für drei Wochen in den prächtigsten Farben erblühen und erstrahlen.

Ihr seid eine Häkel- und Strickgruppe und wollt bei diesem Projekt mitmachen? Natürlich sind auch Strick- oder Häkelbegeisterte, die keine Gruppe haben, herzlich eingeladen einen Beitrag, in Form einer Wollarbeit, zu leisten!